Gil Ofarim ist Rockmusiker, Schauspieler und Synchronsprecher. Und seine Leidenschaft für das Tanzen stellte er dieses Jahr in der Tanzshow Let‘s Dance unter Beweis. Am Ende ging er gemeinsam mit Ekaterina Leonova sogar als Gewinner von der Bühne. Für seine vielseitige Karriere ist der Künstler stets unterwegs. Umso bedeutsamer ist für ihn die Zeit mit der Familie in seinem Haus in München. Gils absoluter Traum: Ein eigenes Haus auf dem Land.

Von Julia Ceitlina

 

 

Müssen die Wände eines Musikers besonders schalldicht sein?

 

Kommt auf die Nerven der Nachbarn an.

 

Kam es schon mal vor, dass es Beschwerden gab, weil Du beispielsweise zu laut musiziert hast?

 

Eigentlich nicht wirklich wegen der Musik, sondern wegen der Menge der Damen vor meiner Haustür. Als ich noch etwas jünger war, zu Teenie-Zeiten, gab es Belagerungen von 50 bis 100 jungen Damen, die sich vor meiner Haustür tummelten und da kamen dann weder Fußgänger noch der Fahrradfahrer vorbei. Da haben sich die Nachbarn beschwert und haben es auch irgendwann geschafft, dass ich aus der Wohnung geschmissen wurde. Bei meiner Musik gab es bisher keine Probleme. Es ist halt wichtig, dass das Studio schalldicht ist.

Achtest Du darauf, bevor Du ins Haus ziehst, dass es sich auch für ein Studio eignen könnte?

 

Zuhause mache ich nicht so viel Musik, sondern gehe dafür dann eher ins Tonstudio.

 

Was vermisst Du am meisten an deinem Zuhause, wenn Du auf Tour bist?

 

In erster Linie natürlich die Zeit mit meiner Familie. Zuhause ist da, wo die Familie ist. Insgesamt wohne ich sehr gerne in dem Haus, in dem wir leben. Was nicht heißt, dass wir nicht irgendwann mal unseren Traum vom Eigentumshaus erfüllen wollen. Derzeit wohnen wir nämlich zur Miete. Das Leben zwingt uns zu unserem Glück. Vorher haben wir in der Münchner Innenstadt gewohnt mit Blick auf die Universität München, bis das Haus dann irgendwann wegen eines neuen Projekts abgerissen werden musste. Anschließend haben wir Ewigkeiten gesucht und in der Innenstadt nichts gefunden. Da kam dann die Frage auf — warum versuchen wir es nicht auch mal außerhalb von München? Lustigerweise kam der Tipp von einem Fan,  der extra einen Aufruf für uns gestartet hat.

 

Verwendest Du Smart-Home-Technologien?

 

Wir haben uns ein Home-Musik-System zugelegt und in jedes Zimmer eine Box gestellt — das ist großartig. Darüber spielen wir den ganzen Tag klassische Musik, was auch super für die Kinder ist.  Früher war das unglaublich umständlich mit den ganzen CDs. Ich hatte eine Sammlung von über 6.000, die ich immer von Umzug zu Umzug geschleppt und eigentlich auch nie verwendet habe. Von denen habe ich mich vor einigen Monaten endgültig getrennt. Inzwischen speichere ich alles in meiner Cloud und auf meinem Smartphone. Das gibt auch keine Probleme, wenn meine Frau zum Beispiel Bach und ich lieber Nirvana hören möchte. Auch über eine Sprachsteuerung haben wir bereits nachgedacht, aber das bereitet mir noch ein wenig Unbehagen.

 

Wenn Du also die Wahl hättest: Penthouse in einer Großstadt oder Haus auf dem Land, dann…

 

…definitiv ein Haus auf dem Land. Das Penthouse hatte ich nämlich schon. Unser größter Traum ist ein eigenes Haus mit großem Gärten oder ein Bauernhof im Umland von München, wo die gesamte Familie inklusive Eltern und Schwiegereltern Platz hat. Aber natürlich dauert das ja auch und man muss eine solche Immobilie erst mal finden.

 

Küche oder Wohnzimmer, welchen Raum magst Du lieber und warum?

 

Ich liebe  unser Wohnzimmer. Wir haben eine riesige, „L“-förmige Couch, die sich elektrisch herausziehen lässt. Das ist super für die Kinder. Wir haben schöne Wände mit tollen Farben. Außerdem lassen wir uns gerne von verschiedenen Kulturen inspirieren: Wir haben viele orientalische und indische Muster und Kissen, Elefanten, Masken, Buddhas und Kunstwerke. Hier ist schon sehr viel los, aber es fühlt sich insgesamt sehr stimmig an.

Was ist für Dich das absolute No-Go in puncto Einrichtung?

 

Ich bin kein Freund von Teppichböden. In meinem ersten Penthouse hatte ich nämlich damals einen weißen Teppichboden. Wie unvorteilhaft es ist, habe ich gemerkt, als ich mir eine Hündin angeschafft habe.

 

Stand für Dich immer fest, Künstler zu werden?

 

Es schlugen immer zwei Herzen in meiner Brust: Einerseits die Kunst oder die Schauspielerei, das Synchronsprechen und Tanzen, andererseits das Tennisspielen. Eigentlich wollte ich Tennisprofi werden. Ich habe in der deutschen Jugendauswahl gespielt bei Nicki Pilic. Dann ist der Sponsor irgendwann abgesprungen und ich habe andere Interessen entwickelt.

 

Es ist ja kein Selbstverständnis, neue Aufträge zu bekommen. Welche Strategie ist erfolgreich und wie schaffst Du es, immer oben zu bleiben?

 

Man kann nicht immer oben bleiben und immer nur oben bleiben, ist auch nicht gesund. Aus Erfahrungen lernt man im besten Falle und meine Devise lautet immer: Machen! Machen ist das A und O. Wenn man immer darauf wartet, dass ein Auftrag oder ein Job reinkommt, dann kommt man nicht weiter. Du musst Energie rausschicken, etwas selber bewegen.

 

Konkrete Beispiele?

 

Man muss proaktiv werden, akquirieren, Leute anrufen. Im Falle eines Musikers muss man gucken, wo man die Jobs herbekommt. Dazu gehört dann eben Songs schreiben und herumtelefonieren. Dasselbe gilt auch für das Schauspielern. Zuhause sitzen und auf ein Casting warten, bringt nichts.  Man muss aktiv auf Veranstaltungen gehen und sich mit Leuten austauschen. Damit setzt man etwas in Bewegung und so kommt auch etwas zurück.

 

Noch ein Satz zum Schluss?

 

Ja! Ich würde gerne hiermit einen Aufruf starten: Wir sind auf der Suche nach einem Haus auf dem Land in der Umgebung von München. Das Haus soll genug Platz haben für eine vierköpfige Familie und für ein Musikstudio. Wenn es also Makler gibt, die solche Objekte haben, bitte kontaktieren unter:

management@yvonneprobst.com

 

Zu hohe Preise schrecken potenzielle Käufer ab, während ein zu niedriger Preis für Sie von Nachteil ist, da Sie Ihre Immobilie unter Wert verkaufen. Die Kunst ist es, den besten Preis zu finden, der auf jeden Fall marktgerecht sein sollte. Aber wie geht das eigentlich? Bevor es zur eigentlichen Preisverhandlung im Kundengespräch kommt, muss zunächst der Wert einer Immobilie ermittelt werden. Die Wertermittlung sollte möglichst von einem Experten gemacht werden, der durch regelmäßige Praxis die nötige und realitätsgetreue Marktkenntnis hat. Wir haben fünf Tipps für Sie zusammengefasst, wie Sie bei der Preisermittlung vorgehen sollten: 

 

  1. Betreiben Sie Marktforschung

 

Um einen realistischen  Preis Ihrer Immobilie zu ermitteln, sollten Sie regelmäßig Preisangaben aktuell angebotener Häuser und Eigentumswohnungen in Ihrer Region beobachten. Diese finden Sie auf Immobilienportalen im Internet oder in Regionalzeitungen.

 

Aber Vorsicht: Die dort angegebenen Preise sind nur Angebotspreise. Angebotspreise werden von den Eigentümern selber festgelegt und sind oft auch von persönlichen und emotionalen Aspekten geprägt, die nicht immer der Realität entsprechen. Der finale Preis entsteht nämlich erst nach einem Besichtigungstermin und nachdem der Vertrag beim Notar unterzeichnet wurde. Wer bezüglich des richtigen Preises unsicher ist, sollte unbedingt einen Immobilienexperten zu Rate ziehen.

 

  1. Online-Bewertung

 

Eine weitere Möglichkeit, den Preis Ihrer Immobilie zu schätzen, ist die Online-Bewertung. Diese sollten Sie allerdings nicht als präzises Verfahren sehen, sondern lediglich als Orientierungshilfe, da in dem standardisierten System besondere Details zu Ihrer Immobilie nicht berücksichtigt werden, die den Preis nach oben oder unten korrigieren. Online-Bewertungstools finden Sie auf den Webseiten von den meisten Immobilienanbietern. In der Regel muss man in solchen Online-Bewertungen ein Formular ausfüllen, wo alle relevanten Daten zur Immobilie eingetragen werden müssen. Anschließend vergleicht das System das Objekt mit Marktdaten aus der Region. Auch hier möchten wir darauf hinweisen, dass dieses Verfahren keineswegs die professionelle Hilfe eines Immobilienexperten ersetzen kann.

  1. Ziehen Sie einen Profi zu Rate

 

Bei der Preisermittlung sollte man nichts dem Zufall überlassen, schließlich geht es hier darum, den bestmöglichen Wert aus Ihrem Verkauf zu erzielen. Ein Immobilienmakler hat die nötige Expertise um Ihnen bei der Preisermittlung zu helfen uns ist durch regelmäßige Praxis vertraut mit den Marktpreisen. Der Marktpreis einer Immobilie ist abhängig von Faktoren wie beispielsweise Lage und Bauart. Auch der Verkaufszeitpunkt ist zudem ein Kriterium — besonders in Zeiten von Niedrigzinsen und gestiegenen Preisen lohnt es sich, eine Immobilie zu verkaufen. Angebot und Nachfrage sind insofern von Bedeutung, da potenzielle Käufer oftmals bereit sind mehr auszugeben, wenn für eine Objekt eine besonders hohe Nachfrage besteht.

 

  1. Diese Aspekte sind entscheidend bei der Immobilienbewertung:

 

Lage der Immobilie

 

Die Lage der Immobilie zählt zu den wichtigsten Faktoren, wenn es um die Ermittlung des Immobilienwertes geht. Das kann man insbesondere daran erkennen, dass identische Objekte je nach Lage, preislich weit auseinanderklaffen. Je begehrter die Lage, desto höher der Immobilienwert. Beliebt sind zum Beispiele besonders exponierte Lagen wie Gebiete die nah am Wasser liegen oder Immobilien die zentral gelegen sind.

 

Zustand der Immobilie

 

In welchem Zustand befindet sich das Gebäude? Gibt es Sanierungsbedarf? Welche Renovierungen oder baulichen Veränderungen wurden bereits durchgeführt? Wie ist die Immobilie ausgestattet?

 

Diese Fragen sind wichtig, um den Wert Ihrer Immobilie zu ermitteln. Ein Fachmann kann Ihnen dabei helfen diese realistisch zu beantworten. Käufer sind vor Allem daran interessiert wie der Zustand der Heizungsanlage, der Fenster oder des Daches ist. Auch die energetische Information zur Qualität der Immobilie ist wichtig und kann aus dem Energieausweis entnommen werden. Die Grundflächenanzahl (GRZ) gibt an, wie dicht der Boden eines Grundstücks versiegelt und entsprechend überbaut werden kann und ist auch ein wichtiges Kriterium bei der Preisermittlung.

 

Die Kriterien auf einen Blick:

 

  • Lage
  • Grundstücksgröße
  • Sanierungszustand
  • Wohnfläche
  • Art der Immobilie
  • Ausstattungsstandard
  • Baujahr
  • Durchgeführte Renovierungen und bauliche Veränderungen
  • Mit angebotenes Inventar
  • Besonderheiten

 

  1. Das können Sie für den Werterhalt Ihre Immobilie tun:

 

Ein gepflegtes Haus kommt besser bei potenziellen Käufern an, als eins das offensichtlich verwohnt ist. Dazu zählen unter anderem vergilbte Tapeten, ein ungepflegter Holzboden oder Nikotingeruch.

 

Um mehr aus dem Verkaufspreis der Immobilie rauszuholen, lohnt es sich daher das Haus oder die Wohnung vorher etwas aufzufrischen. Frisch gestrichene Wände, etwas Deko und neue Vorhänge hinterlassen bei Interessenten einen deutlich besseren Eindruck. Als professionelle Serviceleistung nennt sich dieser Dienst „Home Staging“.

 

 

Tesla-Chef Elon Musk will mit seiner Raumfahrtfirma SpaceX schon in drei Jahren 100 Menschen zum Mars schicken und seinen Traum von der Marsbesiedlung verwirklichen. Doch wie können Menschen auf anderen Planeten wohnen und vor Eiseskälte und Weltraumstrahlung geschützt werden? Wie kann eine Raumfahrt möglichst komfortabel gestaltet werden? ESA Astronaut Reinhold Ewald spricht mit uns über Visionen und warum Architekten für künftige Missionen wichtig sind.

 Von Julia Ceitlina

Herr Ewald, Elon Musk will schon bald Menschen auf den Mars schicken. Ist die Raumfahrt eigentlich darauf vorbereitet, dass dann Millionen Kilometer entfernt Menschen wohnen müssen?

 

Reinhold Ewald: Die breite Mehrheit der Experten sagt, dass die Pläne von Elon Musk sehr ambitioniert sind, wenn man von der heutigen Technik ausgeht. Es muss allerdings noch einiges an der Ausrüstung des Marsraumschiffes getan werden, damit diese Pläne realisiert werden können. Die Agenturexperten sind sich daher auch einig, dass es noch mehr als zehn Jahre dauern kann, bis darauf wirklich gute und solide fundierte Antworten gegeben werden können.

 

Warum stellt sich überhaupt die Frage, andere Planeten zu  besiedeln?

 

Es ist vor allen Dingen der Wunsch, durch neue Methoden und Reisen Neues zu erfahren und über den Horizont zu schauen. Angetrieben durch eine Mischung  aus Neugier und „sich nicht zufrieden geben“ mit den Erklärungen, die man bereits vorfindet. Außerdem stellt sich beim Mars die Frage, warum auf der benachbarten Erde Leben entstanden ist und wir hier unter idealen Konditionen leben können, während der Mars offensichtlich diese Entwicklung nicht mitgenommen hat. Bei allen Bemühungen von Raumfahrzeugen und Rovern auf dem Mars hat man diesen Schlüssel noch nicht gefunden .

 

Wenn beispielsweise Mond oder Mars mit größeren Besatzungen besiedelt werden in absehbarer Zeit, beschäftigt solche Fragen eigentlich auch schon Architekten oder ist alles auf Funktion getrimmt?

 

Architekten kennen alle Elemente eines stabilen Baus auf der Erde. Eine Besatzung vor der auf den Mars auftreffenden Strahlung zu schützen, ist derzeit eines der Probleme, für die bislang keine Lösung gefunden wurde. Ich habe bereits mit Architekten und Architekturstudenten in Stuttgart einen jährlichen Workshop ins Leben gerufen, bei dem wir Raumstationen entwerfen. Da ist die Expertise der Architekten sehr gefragt zu Themen wie Funktion, Design und wie man Platz bestmöglich ausnutzen kann.

 

Wie kann man es sich im All gemütlich machen?

 

Es ist vermessen, wenn man sagt, wir bringen einen Ausschnitt der Erde in eine Raumumgebung. Die Leute, die momentan an Bord der internationalen Raumstation leben, nehmen sehr stark Einschränkungen an Komfort in Kauf.  Das ist für ein halbes Jahr auch durchaus erträglich. Natürlich möchte man die Seele in einem Raumfahrzeug gelegentlich erfrischen. Beispielsweise mit audiovisuellen Methoden oder indem man Virtual Reality und Ähnliches zur Darstellung heimischer Umgebung nutzt. Aber ganz wird man eine irdische Wohlfühlumgebung sicherlich weder in einem Raumschiff noch auf dem Mars zur Verfügung haben. Man denke ans Duschen, das wegen fehlender oder geringerer Schwerkraft nicht wie bei uns auf der Erde funktioniert.

 

Was wurde bisher getan um den Komfort für Weltraumforscher zu erhöhen?

 

Es ist nicht mehr so eng an Bord der internationalen Raumstation, wie es noch in den ersten Kapseln war. Die Transportkapseln bieten allerdings keinerlei Einrichtung, in denen man sich für längere Zeit wohlfühlen kann. An Science Fiction Filmen kann man sich meines Erachtens nach ganz gut inspirieren. Da sind schon Ideen dabei, die sich gut umsetzen lassen.

 

Welches Baumaterial kommt in Frage und wie wird es zum Mars transportiert?

 

Uns kommt natürlich zugute, dass das „Additive Manufacturing“, also der 3D Druck — die Fertigung von Modellen und Prototypen — bereits ziemlich fortgeschritten ist. Wenn man auf dem Mars solche Objekte errichtet, wird man nicht Stahlträger und Bespannungen mitbringen. Stattdessen wird man es direkt auf dem Mars erzeugen wollen, indem man den dort vorhandenen Staub, man nennt ihn „Regulit“, entsprechend in Baumaterial umwandelt und das Ganze dann schrittweise zu Bauwerken verbindet. Gerade auch für den Strahlenschutz können wir uns diese aus vorgefundenem Material gebaute Marshabitate vorstellen. Der Mars hat zum Beispiel auch Wasser. Ich habe schon Modelle gesehen, bei denen ein Iglu-artiges Gebilde auf dem Mars aus dort vorhandenem Wasser gesprüht wird. Die Temperaturen sind verlässlich unter dem Nullpunkt in vielen Regionen, so dass man sich ein Eishaus auch vorstellen könnte.

 

Ist im Weltall alles Smarthome?

 

Ja, da kommen wir noch hin. Zum einen wollen die Astronauten sich ja auch mal ausruhen und da übernimmt zum Beispiel schon jetzt eine Bodenstation die Kontrolle über die Raumstation. Diese kann nachjustieren und das Licht an- und ausschalten. Die Astronauten selbst lösen sich immer mehr von Kabeln und steigen zunehmend auf WiFi und kabellose Erfassungen von Messdaten über, die in der Zentrale zusammenfließen.

 

Man kann sich Raumfahrt auch nicht so vorstellen, dass das Neuste von der Messe auch gleich in den Raum kommt. Dort oben herrschen harsche Bedingungen wie Kälte und Hitze. Das Ganze wird durchgerüttelt, da kommt Strahlung auf, sodass mit all dem Abstand elektronische Neuheiten oder digitale Neuheiten dann erst auf der Raumstation Eingang finden.

 

Wem gehört eigentlich eine Immobilie, die auf dem Mars errichtet wird?

 

Sowohl Mars als auch Mond gehören keinem. Was zu skurrilen Dingen führt, weil man beispielsweise nicht in der Lage ist, den ursprünglichen Apollo 11 Landeplatz gesetzlich zu schützen. Wenn da jetzt jemand hinkäme, wäre das ein interessanter Rechtsfall, wenn die amerikanische Flagge fehlt. Auch beim Mars ist es so, dass es keine Eigentümer gibt. Es gibt allerdings eine Konvention, die darauf abzielt, den Mars und andere unberührte Himmelskörper nicht mit irdischen Keimen, Bakterien oder Lebewesen zu kontaminieren und somit das Ergebnis zu verfälschen, ob es denn vielleicht originäre, auf dem Mars entstandene Prüfformen von Leben gegeben hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Smarte Technologien sollen uns das alltägliche Leben erleichtern. Auf der Funkausstellung in Berlin waren deshalb Stände zum Thema „Smartes Wohnen“ auch der Publikumsmagnet.  Wo immer smarte, innovative Produkte vorgestellt wurden, bildeten sich Menschentrauben. Wir stellen Ihnen die drei smartesten Produkte hier vor.

Sprachsteuerungen auf dem Vormarsch

 Schon lange träumen Entwickler davon, Maschinen und Geräte bequem mit Sprache zu steuern. In Vergangenheit klappte das aber nur mittelmäßig. Die neuen Systeme sind deutlich verbessert worden. Amazon möchte mit Alexa überzeugen. Die Anbindung an das hauseigene innogy SmartHome-System ergänzt die Navigation per App und erweitert nun die Möglichkeiten. Denn die Befehle lassen sich komplett berührungslos erteilen. Darüber dürften sich vor allem ältere Menschen oder Personen mit Handicap freuen. Sagen sie: „Alexa, mach das Licht im Wohnzimmer an“ geht die Lampe an. Die virtuelle Alexa übersetzt Ihre Worte automatisch in Befehle. Mit der Steuerung lassen sich Rolläden heben und auch die Heizung einstellen. Ob es sich durchsetzt? Muss sich noch zeigen.

Textilerkennung in der Waschtrommel

 Wie wasche ich was? An dieser Frage sind schon viele gescheitert. Gerade wenn es um hochwertige Kleidungsstücke wie Anzüge, Abendkleider oder insgesamt um feine Textilien geht, ist der richtige Waschgang entscheidend.

Auf das Durchforsten von Ratgeber-Foren im Internet können Sie zukünftig verzichten. Denn smarte Waschmaschinen erkennen  von selbst, was in die Waschtrommel gefüllt wird. Auf der diesjährigen IFA präsentierte der Hersteller Siemens die smarte Avantgarde Waschmaschine als Paradebeispiel. Diese wird über ein farbiges 5-Zoll-TFT Full-Touch-Display bedient und zeichnet sich durch einen auffälligen, blauen Leuchtring aus, der das Fenster der Maschine umgibt.

Steuern lässt sich das aus einer Waschmaschine und einem Trockner bestehende Gerät, über ein Smartphone. Über die Home Connect App, werden dem Besitzer aktuelle Statusmeldungen übermittelt, also beispielsweise ob der Waschgang schon abgeschlossen ist. Durch einen integrierten Scanner registriert die Maschine auch Informationen über Oberflächen und Materialien. Auch die Fleckenart und die Farbe wird vom Scanner erkannt. So kann das entsprechende und schonendste Programm ermittelt werden. Zudem verfügt die Avantgarde Waschmaschine über ein deutlich größeres Fassungsvermögen als die Vorgängermodelle mit einem Maximalvolumen bis 10 Kilo.

Gerüche aus Kleidung entfernen ohne zu Waschen

Eine weitere Neuerung. Waschmittel muss nicht mehr mit jeder Wäsche manuell dosiert werden. In einem speziellen Modus lässt sich ein Tank auffüllen, mit dem die Maschine 20 Wäschen lang auskommt.  Die Dosierung des Waschmittels erfolgt dann anschließend mithilfe der Sensoren, automatisch. Mit einer weiteren Funktion hat der Kunde zudem die Möglichkeit, Gerüche aus Kleidungsstücken zu entfernen, die nicht zum Waschen geeignet sind.

Torte auftauen in 30 Minuten

 Dieses Szenario kennen viele: Es steht ein Geburtstag an und irgendwie muss noch schnell eine Torte her. Tiefgekühlt? Bisher keine gute Idee, dann das Auftauen kann Stunden dauern. Und in der Mikrowelle dringt die Hitze von außen in die Speisen. Auf den ersten Blick aufgetaut, bleibt innen jedoch meist ein gefrorener Kern zurück.

Der Dialloggarer von Miele soll das nun lösen: Mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen geht der wie ein Backofen aussehende Garer, auf smarte Weise mit Lebensmitteln um. Was macht den Dialoggarer innovativ? Die elektromagnetischen Wellen erwärmen das Essen gleichmäßig, egal ob innen oder außen. Außerdem steht das Gerät mit den Lebensmitteln tatsächlich in einer Art Dialog, indem es über Signale messen kann, wie viel

Energie das Nahrungsmittel bereits aufgenommen hat. Entsprechend wird das Essen so lange von innen erwärmt, bis es perfekt zubereitet ist. Dabei lassen sich auch verschiedene Zutaten mischen, die normalerweise unterschiedliche Zubereitungsdauern haben. Beispiel: Gemüse und Kalbsfilet gleichzeitig auf einem Blech. Zubereitungszeit: 30 Minuten. Ob kross, medium oder blutig kann der Nutzer über ein Touchscreen am Gerät selbst bestimmen. Auch die Garzeit verringert sich im Vergleich zu einem herkömmlichen Ofen. Entsprechend lässt sich beispielsweise ein Braten wesentlich schneller zubereiten. Um die außergewöhnliche Leistung des Dialoggarers vorzustellen, wurde bei einer Präsentation ein Rinderfilet im Bienenwachsmantel in den Dialoggarer geschoben. Das Wachs schmolz nicht, das Rinderfilet war perfekt gegart. Bon Appetit!

Claudio Maniscalco ist Schauspieler und Synchronsprecher. Bekannt aus Filmen wie die „Bourne Identität“ mit Matt Damon in der Hauptrolle oder aus der Fernsehserie „Hausmeister Krause“. Dem Schauspieler mit italienischen Wurzeln ist Wohnen ein tiefes Bedürfnis und eine Quelle der Inspiration.  Im Interview verrät er aus, wie er sich in seiner Wohnung in Berlin eingerichtet hat.

  Claudio, als Schauspieler ist man viel auf Achse. Wie wichtig ist es für dich, gut zu wohnen?

Ursprünglich komme ich ja aus Norddeutschland — aus dem süßen, aber ziemlich langweiligen Städtchen „Mölln“, auch bekannt als Eulenspiegel-Stadt. Mit 18 bin ich dann wegen meiner Schauspielausbildung nach Berlin gekommen. Und ich liebe diese Stadt einfach.

Meine Wohnung liegt in einer sehr ruhigen Straße, aber rundherum tobt der Bär – es ist immer etwas los. Genau das richtige, wenn man Abwechslung braucht. Ich wohne in der sechsten Etage in einer Dachgeschosswohnung. Sehr lichtdurchflutet und großzügig. Da ich als Erster in diese Wohnung gezogen bin, hatte ich das Glück, mich an der Gestaltung der Räume beteiligen zu können. Der Architekt hat beispielsweise ursprünglich geplant, daraus eine Familienwohnung mit drei Zimmern zu machen und mehrere Wände einzuziehen.

Mir war es allerdings wichtig, dass viel Freiraum herrscht und entsprechend auch wenig Wände in der Wohnung sind — ein großer Raum, in dem ich meinen Flügel hinstellen und kreativ sein kann und ein kleinerer, abgetrennter Raum als Schlafzimmer. Der Architekt hat es dann entsprechend für mich umgesetzt. Meine Wohnung ist sehr großzügig geschnitten – ein großer Raum, ein kleines Schlafzimmer hinter dem Badezimmer, sodass man die Tür schließen und seine Ruhe haben kann.

Worauf legst Du besonders Wert bei der Einrichtung?

 Besonders wichtig sind mir die Elemente: Platz, Licht und Luft. Bei dem Boden lege ich Wert auf Holz. Mein Boden ist besonders außergewöhnlich, da es sich  um kein klassisches Parkett oder Laminat handelt, sondern um große Holzplatten, die eigentlich als Unterlage für den Parkettboden gedacht sind. Diese Holzplatten wurden von den Bauherren damals mit einem schönen, roten Lack eingefärbt. Bei meinen Möbeln bevorzuge ich helle Farben. Teil meiner Wohnungsausstattung ist beispielsweise eine weiße und sehr bequeme Ledercouch und als Künstler habe ich selbstverständlich auch einen Flügel, an dem ich regelmäßig meine Stücke übe. Die Wohnung ist für mich eine Ruheoase in der ich viel Energie und Licht tanken kann. Das ist für mich sehr wichtig, insbesondere weil ich ja viel von Zuhause aus arbeite. Hier lerne, komponiere und schreibe ich meine Texte — da macht das Ambiente natürlich viel aus. Meine Küche ist offen und verspielt. Vieles habe ich selber gestaltet und selbst gesägt, wie zum Beispiel meine Tischplatte.

Dachgeschoss mit Terrasse?

Selbstverständlich habe ich auch eine   Terrasse. Das war bei meinem Einzug damals ein absolutes Muss. Da das Haus meinen Freunden gehört, konnte ich auch bestimmen, an welchen Platz die Terrasse hinkommen soll. Daher habe ich die Wohnung regelmäßig zu unterschiedlichen Zeiten besucht, um herauszufinden, wo sich die schönste und hellste Ecke im Haus befindet und wo die Terrasse am besten hinpasst. Diese Terrasse ist für mich nun eine Art Urlaubsort. Dort habe ich eine Couch stehen und um die Urlaubsstimmung komplett zu machen sogar eine Palme. Mit meinen Freunden entspanne ich dort regelmäßig und es fühlt sich an wie Urlaub mitten in Berlin.

Ziehst Du es auch in Erwägung die Wohnung zu kaufen?

 Derzeit bin ich zufrieden mit der Situation. Eine eigene Immobilie bedeutet zugleich auch viel Verantwortung. Ich kenne das gut, weil meine Eltern auch zwei Eigentumswohnungen hatten. Der Vorteil vom Eigentum ist ganz klar, dass es eine gute Investition ist. Als wir, die Kinder, damals aus dem Haus gezogen sind, haben meine Eltern die Häuser verkauft und konnten anschließend von dem Geld gut leben. Als Schauspieler ist meine finanzielle Situation jedoch ziemlich unbeständig. Wenn ich jetzt spontan im Lotto gewinnen würde oder eine Rolle in einer Serie bekomme und somit finanziell ausgesorgt habe, dann hätte ich es ohne Weiteres gemacht.

Wie sieht Dein Verhältnis zu den Nachbarn   aus?

Der Vorteil beim Dachgeschoss ist, dass man ziemlich viel Privatsphäre hat und generell wenig mitbekommt. Ich kann allerdings immer, wenn mir danach ist, einen Plausch mit meinen Nachbarn im Treppenhaus halten.

Welche Rolle spielt für Dich die Wohngegend?

Das ist mir persönlich nicht so wichtig, da ich eh in meiner eigenen Welt lebe. Natürlich finde ich es schön, gleich in der Nähe einen Supermarkt oder einen Bäcker zu haben. Aber ich bin ziemlich mobil und daher auch nicht so sehr an meinen Kiez gebunden. Wenn die Wohnung schön ist, kann ich gerne auch eine halbe Stunde fahren, wenn ich weiß, ich komm dann wieder in meine Oase.

 

 

Die Bundestagswahl steht vor der Tür. Für die Immobilienwirtschaft geht es angesichts der angespannten Immobilienmärkte um die richtige Signalwirkung. Entgegen manch einer Analyse sind die Immobilienpreise weiter gestiegen, Wohnraum bleibt in den Städten knapp. Was also ist das richtige Konzept? Was wollen die einzelnen Parteien in Regierungsverantwortung tun? Wir haben Ihnen die wichtigsten Aspekte zusammengefasst.

Wenn am 24. September 2017 gewählt wird, entscheiden Sie mir Ihrer Stimme auch darüber, wie Politiker in den kommenden Jahren Einfluss auf die Immobilienwirtschaft nehmen. Für viele Mieter und Eigentümer ist dies eine „Schicksalswahl“. Denn die Konzepte der Parteien sind höchst verschieden.

Bezahlbarer Wohnraum

Jede Partei fordert bezahlbaren Wohnraum, egal ob es sich um Wohnraum zur Miete oder zum Kauf handelt. Wie das geschehen soll, ist allerdings höchst gegensätzlich. Die FDP fordert: Die von SPD und CDU jüngst eingeführte Mietpreisbremse soll wieder abgeschafft werden. Sie habe weder die Mieten sinken lassen, noch sei damit auch nur eine Wohnung mehr geschaffen worden. Zudem seien Eigentümer, Investoren und auch Mieter verunsichert worden. Vermieter hätten durch die neue Regelung, Mietverträge auf das zulässige Niveau nach oben angepasst, obwohl die Miete vorher über Jahre unangetastet blieb. SPD, Grüne und Linke wollen ihren Wahlprogrammen nach die Mietpreisbremse sogar verschärfen. Die Bundeskanzlerin hat  sich  Medienberichten zufolge inzwischen von der Mietpreisbremse distanziert.

Wohneigentumsförderung

CDU und FDP möchten massiv Wohneigentum fördern. Dafür schlägt die CDU unter anderem Baukindergeld von jährlich 1200,- € vor und die FDP möchte einen Zuschuss von bis zu 20 000,- € für den Kauf oder den Bau von Wohnungen in Ballungsräumen. Sie versprechen sich davon, dass jeder Mieter, der eine Wohnung kauft oder baut den Mietmarkt entlastet, weil dadurch die Nachfrage sinkt. Ein weiterer Pluspunkt sei die Altersvorsorge, die man mit Immobilieneigentum aufbauen kann. Auch die SPD plant in ihren Programmen Zuschüsse zum Eigenkapital beim Erwerb einer Immobilie und möchten ebenso wie die CDU Familien fördern. Weiter schlagen FDP und CDU Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer vor.  Eine Absenkung der Steuerlast würde auch mittleren Einkommensschichten den Kauf einer Immobilien ermöglichen.

Bestellerprinzip für Kaufimmobilien

Die SPD möchte das sogenannte „Bestellerprinzip“, das sie mit der Koalition für Mietimmobilien eingeführt hat, auch auf Kaufimmobilien ausweiten. Das sehen vor allem CDU und FDP als äußerst kritisch an. Ihrer Auffassung nach würde ein „Bestellerprinzip“ für Kaufimmobilien, die Preise noch teurer machen, so dass sich am Ende sogar weniger Menschen eine Immobilie leisten könnten. Die SPD argumentiert, vordergründig Käufer von Immobilien entlasten zu wollen. Immobilienexperten zweifeln das jedoch an, es werde zum Zeitpunkt angespannter Märkte genau das Gegenteil erreicht. Denn der Eigentümer einer Immobilie werde bei der Beauftragung eines Maklers, die zu zahlende Provision mit dem Kaufpreis aufrechnen und damit intransparent machen. Zudem führt der höhere Kaufpreis im Ergebnis auch zu einer höheren Grunderwerbsteuer. Derzeit sind bundesweit unterschiedliche Provisionsmodelle bei Kaufimmobilien verbreitet, die sich historisch entwickelt haben und regional höchst verschieden sind. In großen Städten wie Hamburg, München und Berlin ist jedoch die so genannte Außenprovision üblich. Genau in diesen Metropolen sind die Mietpreise zuletzt aber besonders stark gestiegen.

Smart Glasses sind kleine Computer, die in Brillen verbaut sind und Informationen oder Grafiken im Brillenglas abbilden. Sie können auch wie Bildschirme betrieben werden. Der Benutzer taucht dann in eine virtuelle Welt ein, in der er sich in 3D-Perspektive frei bewegen kann. Und genau das könnte Immobilienbesichtigungen in Zukunft enorm vereinfachen. Jeder kennt das – unendlich viele Besichtigungen und schon beim Betreten der Räume wird klar, dass die Immobilie nicht passt. Mit neuen intelligenten Brillen wird die Suche und Besichtigung von Immobilienobjekten für jeden zum Kinderspiel – ohne mühselige Zeitverschwendung.

 

Anstatt von einer überfüllten Wohnungsbesichtigung zur nächsten zu rennen, könnten Wohnungsinteressenten in Zukunft ganz bequem von zu Hause oder jedem anderen Ort aus ein Immobilienobjekt besichtigen. Wie das geht? Ganz einfach: Mit Hilfe von Smart Glasses kann sich jeder, der eine Wohnung sucht, in Zukunft das virtuelle 3D-Abbild der entsprechenden Immobilie anschauen. Einfach Brille aufsetzen und schon befindet man sich direkt in der potentiellen Traumwohnung. Wird der Kopf gedreht, schweift auch der Blick.

Die intelligente Technik der Brille bildet ein exaktes 3D-Bild der Immobilie ab. So kann die Wohnung ganz in Ruhe erkundet werden – dabei können Sie sogar gemütlich ein Tässchen Kaffee trinken.

 

Besichtigung leicht gemacht

 

In der Brille von Microsoft zum Beispiel ist ein vollständiger Computer verbaut, der die Bilder mit jeder Bewegung errechnet. Und es ist so einfach, wie es klingt. Sie sind bei sich zu Hause und laufen mit der Brille auf den Augen durch die Räume vielleicht in Ihrer nächsten neuen Wohnung. Drehen Sie jetzt beispielsweise Ihren Kopf, drehen Sie sich im virtuellen Raum der Wohnung.

Setzen Sie sich hin, sehen Sie die Immobilie aus dieser Perspektive. So wandern Sie allmählich durch die Zimmer und können sich die Wohnung aus allen Blickwinkeln anschauen — ganz genau so, als wären sie tatsächlich vor Ort. Nur dass Sie jetzt keine kostbare Zeit mehr für die Anfahrt verlieren.

Fragen, die sich bei einer Wohnungsbesichtigung stellen, beantwortet Ihnen die Brille unkompliziert und einfach. Mithilfe einer Sprach-, Blick- und Gestensteuerung können Sie sich  selbst durch die Räume navigieren und zusätzlich Informationen erhalten, zum Beispiel über die Größe der Zimmer oder das Material des Bodenbelags. Es können sogar der Anbieter, der Makler oder ein Guide hinzugeschaltet werden. Die neue Couch im Wohnzimmer oder die geliebte alte Kommode im Schlafzimmer — schon während einer Wohnungs- oder Hausbesichtigung machen sich viele Menschen Gedanken über die Einrichtung.

Mit den intelligenten virtuellen Brillen ist auch das kein Problem mehr. Mit Hilfe von 3D-Abbildungen lassen sich ganze Einrichtungen in der virtuellen Realität abbilden — und zwar in Originalgröße. Auch Möbelhäuser werden in Zukunft auf Smart Glasses setzen, um Sofas und Schränke virtuell in der eigenen Wohnung aufzustellen.

Die Zukunft hat bereits begonnen

Die Digitalisierung der Welt schreitet unaufhörlich voran. Das nutzt auch die Immobilienbranche für sich. Die Smart Glasses sind nach 3D-Foto-Besichtigungen, die bereits oft eingesetzt werden, ein weiterer Schritt in Richtung innovative und moderne kundenfreundliche Immobilienbesichtigung.

Mit Hochdruck arbeiten derzeit mehrere Hersteller daran, auf Immobilien spezialisierte Smart Glasses marktreif zu machen. Auch wenn die ersten Prototypen noch getestet und dazu passende Apps entwickelt werden müssen — schon jetzt sind die Brillen bei großen Bauträger-Projekten in Schauräumen im Einsatz.

Im Sommer ist das Leben einfach schöner. Man kann im See baden, am Strand faulenzen und Eis essen. Auf den ersten Blick also nur Vorteile. Doch wenn man wieder zu Hause ist, kann eines richtig unangenehm werden: Die Hitze in den eigenen vier Wänden. Zur Sommerzeit verwandelt sich so manches Zuhause schnell in einen Tropenwald. Insbesondere  beim Einschlafen haben viele Menschen mit zu hohen Temperaturen zu kämpfen.

 

Mit einigen Tricks gelingt es Ihnen, Ihre Wohnung bei sommerlicher Hitze kühl zu halten.

 

Lüften ja –  aber zur richtigen Zeit

 

Wenn es Zuhause heiß wird, gibt es einen häufigen Impuls: Fenster aufreißen. Doch das Bedürfnis nach frischer Luft wird dabei fast nie gestillt – tagsüber sollte man die Fenster deswegen komplett geschlossen halten, damit keine zusätzliche Hitze von draußen einströmen kann. Die beste Zeit zum Lüften ist am frühen Morgen, abends oder zur Schlafenszeit, wenn es draußen noch oder schon kühler ist. Somit können die Räume gut abkühlen und es kommt nicht zusätzlich warme Luft hinein.

 

Dunkelheit als Hitzeschutz

 

Ein schattiges Plätzchen ist immer hilfreich, um vor Hitze zu flüchten. Gleiches Prinzip gilt für Ihre Wohnung. Ein außen angebrachter Sonnenschutz in Form von Rollläden oder Außenjalousien eignet sich dazu am besten. Auf diese Weise wird das Licht und die Wärme reflektiert und bis zu 75 Prozent der Sonneneinstrahlung können reduziert werden. Diesen Effekt kann man von innen zusätzlich verstärken, und zwar durch helle Vorhänge oder Tücher. Auf dunkle Innenvorhänge sollten Sie hingegen verzichten, denn diese ziehen die Wärme an und machen die Räume nur noch heißer.

 

Der Feuchtigkeits-Trick

 

Ein weiterer effektiver Trick gegen Sauna ähnlichen Temperaturen in der Wohnung sind feuchte Bettlacken. Hierfür muss man die angefeuchteten Lacken entweder vor das Fenster hängen oder über zwei Stühle spannen. Durch das Verdunsten der feuchten Luft wird dem Raum Wärme entzogen und das führt zur „Verdunstungskälte“. Um das Ganze zu beschleunigen und die feuchte Luft schneller zum Verdunsten zu bringen, empfiehlt es sich einen Ventilator einzusetzen. Dieser sorgt zusätzlich für Zirkulation.

 

Schwere Teppiche sind auch ein Wärmemagnet und sollten daher zur Sommerzeit weggeräumt werden.

 

Zum Einschlafen: kühle Wärmflasche

 

Während der heißen Sommertage kann das Einschlafen zu einer echten Herausforderung werden. Ewiges Hin- und Herwälzen gefolgt von Drehen und Wenden der Kissen und Decken – alles vermeintliche Versuche, die helfen sollen, etwas kühlere Luft zu erwischen und die Hitze zu bändigen. Leider sind diese Methoden nicht wirklich effektiv und nur von kurzer Dauer.

Eine Methode hat sich laut Schlafexperten jedoch bewährt: Eine Wärmflasche mit eiskaltem Wasser füllen und sich zwischen die Oberschenkel legen. So verteilt sich die Kälte gleichmäßig im ganzen Körper.

 

Bettwäsche in die Kühltruhe

 

Der Schlafanzug gleich neben dem Schokoladeneis oder dem Suppenhuhn: Das hört sich ziemlich skurril an, kann Ihnen aber Ihren wohl verdienten Schlaf retten. Packen Sie einfach Ihre Nachtwäsche oder das Bettlaken in eine Kunststofftüte und legen es in das Kühlfach oder die Kühltruhe. Angezogen wirkt die Nachtwäsche erfrischend und die Körpertemperatur wird abgekühlt, was beim Einschlafen hilft. Unter der Dusche gilt das Gegenteil: Lauwarm ist besser als eiskalt, da durch das kalte Wasser der Kreislauf zusätzlich angekurbelt wird – das strengt an, benötigt also Energie und steigert damit die Körpertemperatur.

 

Ventilator

 

Der Klassiker unter den Kühlmethoden und eine günstige Alternative zur Klimaanlage: der gute alte Ventilator. Stellen Sie ihn am besten in den Abendstunden mit der Rückseite zum Fenster – so kann die frische Luft von draußen in den Raum gelangen.

 

Klimaanlage

 

Insbesondere bei einer Dachgeschosswohnung hilft eine Klimaanlage. Sie kühlt nicht nur ab, sondern filtert und entfeuchtet zusätzlich die Luft. Erhältlich sind zwei Varianten: Ein mobiles oder ein fest installiertes Klimagerät. Kostengünstiger und problemlos verschiebbar ist die mobile Variante.

 

Elektrogeräte abschalten

 

Fernseher, Computer und Co strahlen alle viel Wärme aus. Wenn sie also nicht gerade Ihren Lieblingsfilm schauen oder am Computer arbeiten, schalten Sie alle Geräte aus, die den Raum zusätzlich aufheizen.

Verbrauchsausweise, die Online als Schnäppchen vermarktet werden, gilt es mit großer Vorsicht zu genießen. Im Rahmen eines stichprobeartigen Testeinkaufs, hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen 29 vermeidlicher Sparversionen des Energieausweises erworben und ausgewertet: Ganze 12 waren bereits formell mangelhaft, weitere 18 wiesen fachliche Fehler in der Berechnung der Werte auf. Von Maria Pavlidou

Bei der Erstellung eines Energieausweises gilt es individuelle bauliche Faktoren zu beachten, die Rücksprache dem Immobilieneigentümer erfordern. Ein seriöser Auftragnehmer würde stets das Gespräch vor der Ausstellung eines Energieausweises suchen.

Vorsicht ist geboten: Das Internet vernetzt Sie mit einer Vielzahl vermeintlich günstiger Anbieter, jedoch im selben Zug auch ungefiltert mit zahlreichen Mogelpackungen, die zu Dumpingpreisen beworben werden.
Entspricht der erstellte Energie-Pass letztendlich jedoch nicht den gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007), so ist er ungültig. Dies kann verehrende Folgen für den Eigentümer haben und mit Bußgeldern bis zu 15.000 Euro geahndet werden.

Auf der Seite der Deutsche Energie Agentur (dena) können Sie sich vor der Erteilung eines Auftrages übersichtlich zu den Richtlinien Informieren. Im Downloadbereich stehen Checklisten zum Ausdrucken und interaktive Dokumente zum Ausfüllen für Sie bereit:

dena-expertenservice.de/arbeitshilfen/checklisten-planen-und-bauen

Generell gilt es folgende Kriterien des Ihnen unterbreiteten Angebots zu beurteilen:

Sanierungstipps

Die Aufführung individueller Modernisierungsempfehlungen ist für den Energieausweis unerlässlich – sowohl, wenn er auf ermittelten Verbrauchswerten, als auch auf den rechnerischen Energiebedarf zurückzuführen ist.
Die vorhandene Heiztechnik, wie auch die Qualität von Wänden und Fenstern müssen vom Aussteller hierzu begutachtet werden. Fehlen konkrete Vorschläge zur energetischen Sanierung, ist der Energieausweis nicht gültig. Eine Vereinbarung zwischen Eigentümer und Aussteller zum Ausschluss der Modernisierungsempfehlungen wäre widerrechtlich.

Übermittlung der Gebäudedaten

Zulässig ist, dass Sie als Eigentümer die Gebäudemaße und den Energieverbrauch ermitteln und an den Energieausweis-Aussteller übergeben. Auch in diesem Fall ist der Aussteller gesetzlich verpflichtet, die Plausibilität Ihrer Angaben zu prüfen.

Daten, die von Ihnen über ein Internetformular zur Verfügung gestellt werden, implizieren die Gefahr der Fehlerhaftigkeit durch Übertragungsfehler und können eine fundierte Prüfung ohne Rücksprache kaum gewährleisten. Daher sollte der Aussteller den Eigentümer bei Rückfragen kontaktieren können, um sich von der Richtigkeit der Gebäudedaten überzeugen zu können.

Der Drang in die Städte ist nach wie vor groß, während das Land an Attraktivität verloren hat. Unter anderem, weil in der Stadt die Versorgung besser ist, die Wege zur Arbeit kürzer und vor allem das Internet schneller. Digital liegen die Dörfer weit zurück. Das kann sich bald ändern, glaubt Steffen Hess vom Fraunhofer Institut und Innenministerium Rheinland Pfalz. Interview von Julia Ceitlina

Herr Hess, das Land hängt mit digitalen Angeboten immer noch hinterher.Vor allem bei den Bandbreiten des Internets muss sich noch viel tun, damit Dörfer mit den Städten konkurrieren können…

Steffen Hess: Vor allem wenn man sich das deutschlandweit anschaut und feststellt, dass zwei Drittel der Deutschen in eher ländlich geprägten Regionen leben. Das sind sozusagen alle Menschen, die in Städten und Dörfern mit weniger als 100.000 Einwohnern wohnen. Deswegen haben wir gesagt, wir müssen mit unserem Projekt Digitale Dörfer genau diese Menschen erreichen. Wir wollen herausfinden, ob Lösungen, die insbesondere in der Smart City Forschung entstanden sind, auf das Land übertragen werden können, ob die angepasst werden müssen, oder ob es da neuer Lösungen bedarf.

Wird die Zukunft des Dorfs nicht davon abhängen, dass zuerst grundlegende analoge Probleme wie die Versorgungsengpässe gelöst werden, bevor man digitale Probleme angeht?

Ich würde es eher als nicht optimale Situation bezeichnen. Aber ja, insbesondere die Versorgung mit Lebensmitteln gestaltet sich auf dem Land schwieriger, weil es im Ort zu wenige Läden gibt. Auch ärztliche Versorgung ist hier problematisch. Beim Thema Landarztmangel zeichnet sich eine Trendwende ab. Die Internetnutzung auf dem Land ist immer noch problematisch.

Warum wollen so viele in die Stadt, wenn es auf dem Land auch schön sein kann?

Ich glaube nicht, dass alle in die Stadt wollen. Es gibt auch den Trend zur Landlust. Man muss auch unterscheiden, in welchem Lebensabschnitt sich ein Mensch befindet. In ländlichen Regionen zu leben, ist stark ausgeprägt bei Familien aber auch bei jungen Menschen, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben und sich niederlassen wollen. Vorteile, die man auf dem Land hat, sind zum Beispiel ein günstiges eigenes Haus mit Garten. Das können sich junge Leute in der Stadt oft nicht leisten. Dieser Trend ist da, man will allerdings nicht auf die Vorzüge verzichten, die man im städtischen Leben hätte. Sprich: bessere Versorgung und schnellerer Zugang zu Angeboten. Insofern ist es immer ein Abwägen zwischen den Vor- und Nachteilen in der Stadt und denen auf dem Land zu leben.

Wie kann die Digitalisierung das Leben auf dem Land leichter machen?

Die Digitalisierung kann viele Dinge im ländlichen Raum effizienter gestalten, optimieren und dadurch auch leichter machen. Die Menschen, die schon auf dem Land leben, fühlen sich dort auch wohl. Aber digitale Lösungen können den Alltag deutlich erleichtern. Zum Beispiel bei der ärztlichen Versorgung, wenn durch die Digitalisierung Abläufe optimiert und unterstützt werden können. Ich kann Kommunikation viel effizienter gestalten – innerhalb der Familie, oder auch im Freundeskreis, gerade auch wenn man verteilter wohnt.

Funktioniert das schon jetzt?

Bei Mobilitätsangeboten funktioniert das beispielsweise schon sehr gut. Wie komme ich zum Arzt im Alter? Dazu zählen unter anderem Fahrdienste oder Bürgerbusse, die ehrenamtlich organisiert werden und über Apps einfach gebucht werden können. In der App sieht man immer den aktuellen Fahrplan, wird über Änderungen informiert und der Fahrer sieht umgekehrt auf dem Handy, welche Leute er mitnehmen muss. Auch die digitale Nahversorgung, wo man Lieferdienste hat, über welche man online regional bestellen kann bei Landwirten oder Geschäften aus dem Ort läuft schon jetzt ziemlich gut. Es gibt auch erste ärztliche Angebote, die sich mit Telemedizin befassen, aber da sind wir in Deutschland noch nicht so weit und haben Nachholbedarf.

Wie wird das künftig verbessert?

Wir arbeiten an einer breit angelegten digitalen Lösung, also App-Angebote, die von vielen ländlichen Regionen genutzt werden können. Es wäre nicht gut, wenn jedes Dorf seine eigene Lösung entwickelt. Das wäre ineffizient. Aber natürlich müssen regionale Besonderheiten angepasst werden können. Der digitale Kern von solchen Anwendungen ist aber immer derselbe: Wir wollen die Interessen von Menschen zusammenführen. Wenn jemand eine Bohrmaschine oder auch andere Sachen braucht, die gerade schwer für ihn erreichbar sind, kann er zum Beispiel in einer App nachschauen, ob das im Nachbardorf jemand hat. Außerhalb von Öffnungszeiten kann das schon sehr attraktiv sein. Außerdem stärkt das das Gemeinschaftsgefühl. In Städten gibt es Dienste wie Nachbarschaftsportale schon, die auch rege genutzt werden. Wir nennen das digitale Nachbarschaftshilfe.

Warum ist die Digitalisierung des ländlichen Raums so wichtig für Sie?

Ich wohne selber im ländlichen Raum, somit bin ich auch selber Kunde. Wir sind ein Institut, dass sich mit komplexen Softwaresystemen befasst und den Lebenszyklus betrachtet. Gerade wenn wir im ländlichen Raum tätig sind und nach Lösungen suchen, dann müssen viele bestehende Systeme, die auf dem ersten Blick nicht kompatibel sind, zusammengeschaltet werden. Wenn man das von der Informatik her sieht, ist das ein sehr spannendes Thema solche Ökosysteme zu entwickeln und zu gestalten, damit das Ergebnis am Ende sicher, zuverlässig und gut benutzbar funktioniert. Das sind die Dinge, die uns am Fraunhofer Institut beschäftigen. Wir sind sehr gut darin, solche Ökosysteme auszubauen und darüber zu lernen, wie man sie weiterentwickeln kann .

Glauben Sie, dass in Zukunft mehr Menschen aufs Land ziehen werden?

Ich glaube, dass das Land die Chance hat, mit Hilfe der Digitalisierung attraktiver zu werden und mehr Menschen aufs Land ziehen werden. Eine absolute Prognose kann ich da nicht machen. Zumal wir annehmen, dass die digitale Schere zwischen Land und Stadt auseinandergehen wird. Denn die Entwicklung in der Stadt geht derzeit schneller voran. So wird es immer Menschen geben, die lieber im urbaneren Raum leben. Ich hoffe aber, dass es sich in die Richtung entwickeln wird, dass beide Räume gleichermaßen attraktiv sind, je nachdem welche Bedürfnisse ich als Mensch habe und ich es mir selber aussuchen kann, in welchem Raum ich leben möchte .